Biere → Weihenstephaner Hefe Weissbier
Unser Review
Hier steht tatsächlich „Älteste Brauerei der Welt" auf der Flasche. Diese typischen Angaben wie „älter als deine Mutter" und „seit anno dazumal" kennt man ja zur Genüge. Aber dieser imponierende Slogan ist mal wirklich ein Wort. Heute testen wir also das Älteste aller Weissbiere, das „Weihenstephaner Hefe Weissbier". Nach einem flüchtigen Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum wollen wir doch mal gucken, ob dieser Sud den aktuellen Weizen-König vom Thron schubsen kann und seinen tausend Jahre alten Hintern damit auf selbigen verfrachtet.
Optik
In Bezug auf die Flasche sieht man der Brauerei und auch diesem Weissbier sein Alter gar nicht an. Das Etikett auf der Flasche bezirzt das Auge durch ein absolut rundes und beinahe perfekt harmonisches Design. Sieht lecker und edel aus. Im Glas mutet es wunderbar goldgelb an. Absolut appetitliche Weizenfarbe trifft auf eine stabile, feinporige Schaumkrone. Hier gibt es für uns definitiv absolut nichts zu meckern.
Geruch
Sobald der Kronkorken sich mit einem fetten Plopp irgendwo in die ewigen Jagdgründe der heimischen Küche verabschiedet hat, strömt das bananige Aroma aus der Flasche. Riecht absolut spritzig frisch und fruchtig. Wenn man den Schnüffeltest dann nochmal intensiver betreibt, nachdem das Bier ins Glas gestopft wurde, kommen auch würzige Anklänge dazu. Es bietet keine wirkliche Tiefe, aber überzeugt durch wenige, exakt und perfekt abgestimmte Aromen.
Geschmack
Schon der erste Schluck macht einfach Spaß. Wunderbar bananiges Aroma mit dem perfekten Maß an Kohlensäure. Den Körper hätten wir hier etwas schlanker erwartet, allerdings überzeugt gerade dieser mit seiner vollen, würzigen Süffigkeit. Der Eindruck, dass dieses Bier mild, rund und fast perfekt ist erhärtet sich nochmals. Die Frucht kommt hier ebenso deutlich, wie beim Gutmann. Allerdings ist hier weniger Kohlensäure im Spiel, was der Süffigkeit sehr zu Gute kommt. Im Abgang nimmt die Säure etwas zu. Gefällt uns jetzt nicht sooo gut, aber das kennt man von hochwertigen Weissbieren ja schon. Alles in allem bekommt man hier ein erfrischendes, rundes und schön fruchtiges Hefeweizen serviert.
Fazit
Irgendwo muss Brautradition ja herkommen. Und hier weiß man ganz genau, dass das Alter durchaus mit Erfahrung glänzen kann. Dieses Bier hinterlässten einen tollen, vollmundig-erfrischenden Eindruck. Aber: Einen wirklichen Machtwechsel in der Hefe-Weissbier Kategorie können wir nicht verzeichnen. Es toppt den Favoriten, wenn überhaupt, nur haarscharf. Deswegen gleiche Punktzahl.