Biere → Nikl Bräu Lagerbier Helles Zwickelbier

Nikl Bräu Lagerbier Helles Zwickelbier

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Nikl ·

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Unser Review

Heute haben wir an einer Tanke mit Minigetränkemarkt zufällig eine Auswahl fränkischer Biere entdeckt. Und genau dort hatten wir die Ehre, auch ein „Nikl Bräu"-Bier aus dem Regal zu angeln. Das Etikett war designtechnisch total aus dem üblichen Rahmen gefallen. Sah nicht wirklich neuartig aus, aber eben auch nicht alt. Irgendwie so mittelalterlich. Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass diese Brauerei erst seit 2008 existiert. Ein Jungspund unter den Alteingesessenen. Immerhin kommt es aus der fränkischen Schweiz – und da gibt es verdammt viele gute Biere! Die Hometown Pretzfeld scheint sogar nur einige Kilometer von Hetzelsdorfer und der Brauerei Meister entfernt zu sein. Wir halten hier tatsächlich die wohl informationsgeladenste Bierflasche der Welt in den Händen. Neben den obligatorischen Pflichtangaben findet sich hier nicht nur ein Link auf die Website sowie der verwendeten Malzsorten, sondern sogar die verdammten Öffnungszeiten der Brauereigaststätte! Sehr geil!

Das Nikl Bräu ist mal wirklich so absolut ganz anders als alles, was wir uns bisher testweise in die Visage geklatscht haben. Der Braumeister „Mike Schmitt" (klingt irgendwie eher nach einem Pornostar) hat hier tatsächlich ein Unikat geschaffen. Der Antrunk hat uns förmlich überfahren. Recht wenig Blubberstoff trifft hier auf eine erfrischend würzige Süße. Wird wohl teilweise dem mitverbrauten Karamelmalz geschuldet sein. Wir haben zwar keinen Fetisch, aber der Körper könnte hier schon etwas voluminöser sein. Im Abgang dominiert dann wieder die Würze – hält aber nicht lang an. Das Zeug schmeckt wirklich nicht verkehrt. Aber eine Sache fehlt hier – und das hat uns ziemlich verdutzt gucken lassen. Der typische Geschmack von Bier! Richtig gelesen. Selbst wenn man die Augen schließt und sich voll und ganz auf sämtliche Aromen einlässt, tut man sich hier schwer, dieses Getränk als echtes Bier zu identifizieren. Es ist eher eine Kräuterlimo mit Schuss. Nach etwas Grübelei ist uns aufgefallen, an welches Erfrischungsgetränk das Zwickelbier uns erinnert: Bionade. Ganz eindeutig. Oder in diesem Falle eher Bieronade.

Wir müssen gestehen, dass wir schon ein wenig beeindruckt sind. Sehr, sehr außergewöhnliches, handwerklich gebrautes Bier. Fühlt sich an wie der Kolibri unter den typischen Bierhühnern. Wenn man damit klarkommt, dass es nicht ganz so schmeckt, wie man es von einem Bier aus der fränkischen Schweiz erwartet, hat man hier die Möglichkeit etwas vollkommen Neues zu proBIERen. Wir mussten feststellen, dass wir sehr schnell Bock hatten, nochmal ein „Nikl-Zwickl" zu kippen.
Hold My Beer Score
76 von 100

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