Biere → Brauerei Simon Spezial
Unser Review
Unsere heiß geliebten Leser haben gevoted! Und nichts liegt uns ferner, eure Wünsche nicht auch zu erfüllen. Der Sieger in unserer Biervorschlagsliste war recht eindeutig „Brauerei Simon Spezial“. Das Lustige an der Sache ist, dass wir dieses Bier bereits verkostet hatten. Und zwar lange bevor es die Vorschlagsliste gab. Allerdings ist uns zwischenzeitlich wirklich entfallen, wie es bewertet war. So ist das halt – drei Bier gesoffen und wieder vergessen ein Bild zu machen und eine Bewertung zu beschreiben. Das möchten wir an dieser Stelle jetzt aber nachholen. Freut euch auf „Brauerei Simon Spezial“.
Okay, zum Etikettdesign fällt nicht mal uns was doofes ein. Es wirkt einfach passend. In gewisser Weise suggeriert es Autorität und versprüht den geheimnisvollen Flair einer kultig-coolen Bierbraustätte. Hier sind wir also erstmal sehr überzeugt. Kommen wir zur weit wichtigeren Beurteilung: Die Optik des Gesöffs itself. Im Glas funkelt ein Urzeitharz-ähnlicher Ton mit mysteriösem Rotstich und einer tollen, aber wie so oft instabilen und groben Schaumkrone. Wenn man es nicht gerade gegen das Licht hält, ist die Farbe Bierflaschenbraun – fast so, als müsste die Flasche durchsichtig werden, wenn man das Spezial ausschenkt.
Was beim Schnüffeltest schnell auffällt, ist, dass überhaupt kein muffiger Geruch vorhanden ist. Das gibt es bei anderen Bieren leider viel zu oft und wirkt entsetzlich abgestanden. Aber hier keine Spur davon. Man bekommt eine erfrischende und vor allem malzige Note in den Riechkolben gedrückt. Außerdem lassen die Rezeptoren darauf schließen, dass die Bier-Ingenieure hier eine Ladung Rauchmalz verbaut haben. Eine leichte karamellartige Süße kitzeln wir noch raus, dann gehen uns die Ideen aus. Das Spezial riecht nicht wirklich außergewöhnlich – ist aber anders. Also doch außergewöhnlich. Komisch!
War eigentlich klar, dass in diesem Spezial das feine Malz die Hauptrolle spielt. Im wunderbar spritzigen Auftakt erkennt man außerdem sofort die tolle Süße in der Nebenrolle. Uns wird klar, dass es sich um ein anspruchsvolles und intensives Material handelt. Dem Hopfen ist, in diesem Portrait fränkischer Braukunst, nur eine Statistenrolle zugedacht. Durch den mitreißenden Anfang baut sich eine angenehme Spannung auf. Was mag uns noch erwarten? Welche Wendung wird die Geschichte noch nehmen? Dann kommt er, der Mittelteil. Die Erwartungen waren groß. Hier dominieren getreidig-brotige Aromen den Geschmack. Es entsteht eine ausgewogene und vollmundige Passage, der jedoch leider etwas Tiefe fehlt. Das Finale wartet jetzt mit einem pompösen und fruchtigen Abgang auf und versucht, nachträglich noch etwas mehr Vielschichtigkeit in die Produktion zu schmuggeln. Stellenweise stellt man fest, dass der Bösewicht Alkohol die Geschmacksknospen penetriert. Nicht wirklich unangenehm, aber eben doch eher negativ auffällig. Am besten gefiel uns der lange Nachhall mit dem geschmeidigen Mundgefühl.
Zugegeben, wir sind recht angetan von diesem Werk. Nichts oskarreifes, aber ein grundsolides, fränkisch-intensives und kultverdächtiges Gebräu. Danke, dass ihr uns dieses gute Bier vorgeschlagen habt. holdmybeer.de-Leser, ihr seid großartig!
Okay, zum Etikettdesign fällt nicht mal uns was doofes ein. Es wirkt einfach passend. In gewisser Weise suggeriert es Autorität und versprüht den geheimnisvollen Flair einer kultig-coolen Bierbraustätte. Hier sind wir also erstmal sehr überzeugt. Kommen wir zur weit wichtigeren Beurteilung: Die Optik des Gesöffs itself. Im Glas funkelt ein Urzeitharz-ähnlicher Ton mit mysteriösem Rotstich und einer tollen, aber wie so oft instabilen und groben Schaumkrone. Wenn man es nicht gerade gegen das Licht hält, ist die Farbe Bierflaschenbraun – fast so, als müsste die Flasche durchsichtig werden, wenn man das Spezial ausschenkt.
Was beim Schnüffeltest schnell auffällt, ist, dass überhaupt kein muffiger Geruch vorhanden ist. Das gibt es bei anderen Bieren leider viel zu oft und wirkt entsetzlich abgestanden. Aber hier keine Spur davon. Man bekommt eine erfrischende und vor allem malzige Note in den Riechkolben gedrückt. Außerdem lassen die Rezeptoren darauf schließen, dass die Bier-Ingenieure hier eine Ladung Rauchmalz verbaut haben. Eine leichte karamellartige Süße kitzeln wir noch raus, dann gehen uns die Ideen aus. Das Spezial riecht nicht wirklich außergewöhnlich – ist aber anders. Also doch außergewöhnlich. Komisch!
War eigentlich klar, dass in diesem Spezial das feine Malz die Hauptrolle spielt. Im wunderbar spritzigen Auftakt erkennt man außerdem sofort die tolle Süße in der Nebenrolle. Uns wird klar, dass es sich um ein anspruchsvolles und intensives Material handelt. Dem Hopfen ist, in diesem Portrait fränkischer Braukunst, nur eine Statistenrolle zugedacht. Durch den mitreißenden Anfang baut sich eine angenehme Spannung auf. Was mag uns noch erwarten? Welche Wendung wird die Geschichte noch nehmen? Dann kommt er, der Mittelteil. Die Erwartungen waren groß. Hier dominieren getreidig-brotige Aromen den Geschmack. Es entsteht eine ausgewogene und vollmundige Passage, der jedoch leider etwas Tiefe fehlt. Das Finale wartet jetzt mit einem pompösen und fruchtigen Abgang auf und versucht, nachträglich noch etwas mehr Vielschichtigkeit in die Produktion zu schmuggeln. Stellenweise stellt man fest, dass der Bösewicht Alkohol die Geschmacksknospen penetriert. Nicht wirklich unangenehm, aber eben doch eher negativ auffällig. Am besten gefiel uns der lange Nachhall mit dem geschmeidigen Mundgefühl.
Zugegeben, wir sind recht angetan von diesem Werk. Nichts oskarreifes, aber ein grundsolides, fränkisch-intensives und kultverdächtiges Gebräu. Danke, dass ihr uns dieses gute Bier vorgeschlagen habt. holdmybeer.de-Leser, ihr seid großartig!
Hold My Beer Score