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Brauerei Ott Obaladara

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Unser Review

Dieses Bier klingt ein wenig verspielt. Obaladara Bier aus dem Leinleitertal? Man zerlegt den Titel im Kopf und vermutet, dass es sich hierbei um ein verstecktes Wortspiel handelt. Uns ist aber nichts dergleichen aufgefallen – über Aufklärung würden wir uns freuen. Das Leinleitertal scheint nach dem Fluss Leinleiter benannt zu sein. War irgendwie naheliegend, nicht wahr? Bei diesem Bier handelt es sich um ein dunkles Bier, das von der Brauerei selbst als malzaromatisch angepriesen wird. Das probieren wir jetzt mal selbst.

Optik

Das Flaschendesign überzeugt nicht unbedingt. Das hätte ein fünfjähriges Findelkind mit gestörter Feinmotorik ebenfalls hinbekommen. Irgendein besonders tolles Foto in den Hintergrund zu knödeln zeugt nicht wirklich von Talent. Aber schlecht sieht es eben auch nicht aus. Das Design ist bei Bier auch nicht wirklich wichtig und fließt deshalb nicht in die Bewertung ein. Anders sieht es schon bei Farbe und Schaum aus. Hier blickt uns ein dunkelbraunes, leicht kupferartiges Hopfenkaltgetränk entgegen. Die Schaumkrone sieht fein und schnuffig aus, verpufft aber äußerst schnell wieder. Alles in allem aber schön anzusehen und nicht meckernswert.

Geruch

Die Rezeptoren schubsen hier ein durchweg leckeres Bild ins Hirn. Sofort denkt man an eine zünftige Zusammenkunft mit Familie und Freunden, schließlich duftet es deftig nach dem urdeutschen Sonntagsbraten. Würde uns jemand mit drastischem Bierentzug drohen, damit wir noch etwas genauer werden, würden wir auf Sauerbraten tippen. Wenn das Bier jetzt noch nach Braten schmeckt, kommt bei uns zukünftig nur noch Obaladara auf den Tisch. Macht schließlich bedeutend weniger Arbeit, ein Schüttgut zu köpfen als so ein ausschweifendes Festessen.

Geschmack

Im Antrunk bleibt der bratige Eindruck erstmal bestehen. So weit so gut. Kommt natürlich auf keinen Fall in irgendeiner Weise an Muttis Zauberkünste in der heimischen Küche ran, ist aber eindeutig vorhanden. Der Geschmack ergibt sich aus einer intensiven Malzigkeit mit dezenter Rauchnote. Die säuerlichen Aromen scheinen dem Hopfen geschuldet zu sein. Den Kohlensäureanteil kann man guten Gewissens als passend einstufen. Gerade so viel, dass es eine ordentliche Rezenz entwickelt, aber nicht übertrieben zu Maulfürzen animiert. Rein körperlich betrachtet spielt das Bier seine volle, geschmackliche Stärke aus. Allerdings kommt auch hier stellenweise ein wässriger Eindruck rüber. Den Abgang verkackt es dann leider endgültig mit übertriebener Säure.

Fazit

Hat schon was außergewöhnliches, dieses Gebräu aus dem Leinleitertal. Wenn man auf Abwechslung aus ist, kann man ein solches guten Gewissens mal hineintun. Allerdings überzeugt der kleine Satansbraten nicht wirklich. Hier müsste das Geschmacksbild harmonischer sein. Vor allem die exquisite Bratennote sollte hinten raus deutlicher sein.

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65 von 100

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