Biere → Bayreuther Brauhaus Hell
Unser Review
Ja, wir haben geschrieben, dass es hier „keine versnobten, an Biergläschen schnüffelnden Klugscheißer“ gibt. Und normalerweise entspricht das auch der absoluten Wahrheit und wir hängen unsere Riechkolben nicht in die Testflaschen. Aber hier haben wir uns doch mal ein Näschen voll gegönnt – abgefahren! Das Bayreuther Hell riecht nach Sommerwiese. Blühende Gräser und Getreidefelder die bei sanftem Wind und vorabendlichem Grillenzirpen unter der flirrenden Augusthitze reifen.
Wir wissen wirklich nicht, was die Jungs vom Bayreuther Brauhaus in ihren Katakomben so treiben… aber das ist auch völlig egal. Wenn ein Helles so riecht, dann machen die schonmal nix falsch. Da man ein Bier aber leider nicht als Raumerfrischer aufstellen kann (Seitenhieb an die Ehefrauen), sollten wir uns nun dem Geschmack widmen. Der erste Schluck lässt vom Hopfenaroma sehr wenig durchblicken. Im Anschluss breitet sich eine äußert ausgewogene und taktvolle Würze in der Futterluke aus. Nicht nur diese zieht einem ganz unbewusst die Mundwinkel nach oben. Wenn man die recht nett gestaltete Flasche dann aber absetzt und der letzte Schluck im Schlund versiegt ist, präsentiert sich der Nachgeschmack in gewisser Form als muffig. Lang nicht so krass wie z. B. beim Zirndorfer – aber es ist da! Und das ist nicht gut. Mal abgesehen vom „Nachabgang“ ist der Geschmack aber so gut, dass wir das bewertungstechnisch nur kaum ins Gewicht fallen lassen können. Theoretisch könnte es perfekt sein, wenn man es in einem Zug leer trinkt und dann schnell ein Schnäpschen kippt.
Sobald nach diesem, beinahe erotischen Geschmackserlebnis aber wieder etwas Leben in die grauen Zellen zurückkehrt und der urdeutsche Knauserinstinkt unterbewusst das Sticheln anfängt, ist die knisternde Atmosphäre dahin. Fühlt sich ungefähr so gut an, als würde man in oben erwähntem, sommerlichen Kornfeld beim Paarungsakt von einem Mähdrescher überrascht werden. Der Preis dieses Bieres ist nämlich (zumindest hier in Schwabach) hoch! Nicht völlig übertrieben, aber doch ziemlich hoch. In unserem Testkasten standen einige hochpreisige Biere. Aber das Bayreuther Brauhaus Hell war mit über einem Euro pro Flasche (ohne Pfand) mit Abstand das teuerste. Das trübt die Freude etwas – denn seit „Ammerndorfer Hell“ wissen wir: Ein gutes Helles muss nicht teuer sein!
Dieses Helle spielt eindeutig in der oberen Liga mit. Wenn die Bayreuther Brauerei-Jungs den Kasten ein wenig günstiger anbieten würden, könnte es sich tatsächlich zu einem wirklichen Favoriten entwickeln.
Wir wissen wirklich nicht, was die Jungs vom Bayreuther Brauhaus in ihren Katakomben so treiben… aber das ist auch völlig egal. Wenn ein Helles so riecht, dann machen die schonmal nix falsch. Da man ein Bier aber leider nicht als Raumerfrischer aufstellen kann (Seitenhieb an die Ehefrauen), sollten wir uns nun dem Geschmack widmen. Der erste Schluck lässt vom Hopfenaroma sehr wenig durchblicken. Im Anschluss breitet sich eine äußert ausgewogene und taktvolle Würze in der Futterluke aus. Nicht nur diese zieht einem ganz unbewusst die Mundwinkel nach oben. Wenn man die recht nett gestaltete Flasche dann aber absetzt und der letzte Schluck im Schlund versiegt ist, präsentiert sich der Nachgeschmack in gewisser Form als muffig. Lang nicht so krass wie z. B. beim Zirndorfer – aber es ist da! Und das ist nicht gut. Mal abgesehen vom „Nachabgang“ ist der Geschmack aber so gut, dass wir das bewertungstechnisch nur kaum ins Gewicht fallen lassen können. Theoretisch könnte es perfekt sein, wenn man es in einem Zug leer trinkt und dann schnell ein Schnäpschen kippt.
Sobald nach diesem, beinahe erotischen Geschmackserlebnis aber wieder etwas Leben in die grauen Zellen zurückkehrt und der urdeutsche Knauserinstinkt unterbewusst das Sticheln anfängt, ist die knisternde Atmosphäre dahin. Fühlt sich ungefähr so gut an, als würde man in oben erwähntem, sommerlichen Kornfeld beim Paarungsakt von einem Mähdrescher überrascht werden. Der Preis dieses Bieres ist nämlich (zumindest hier in Schwabach) hoch! Nicht völlig übertrieben, aber doch ziemlich hoch. In unserem Testkasten standen einige hochpreisige Biere. Aber das Bayreuther Brauhaus Hell war mit über einem Euro pro Flasche (ohne Pfand) mit Abstand das teuerste. Das trübt die Freude etwas – denn seit „Ammerndorfer Hell“ wissen wir: Ein gutes Helles muss nicht teuer sein!
Dieses Helle spielt eindeutig in der oberen Liga mit. Wenn die Bayreuther Brauerei-Jungs den Kasten ein wenig günstiger anbieten würden, könnte es sich tatsächlich zu einem wirklichen Favoriten entwickeln.
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